Die Lenkung war die erste grosse knifflige Aufgabe, Es sollte ja ein von unten gelenktes Rad sein. Irgendwie musste also die Lenkbewegung von der Unterseite des Sitzes nach vorne, auf die Gabel, übertragen werden! Bis zur entgültigen Fassung vom März 2010 war es ein langer Weg.....

Erste Version:
Ich beschloss ĂĽber 2 Stangen   mit Gelenkköpfen zu gehen, die vorne an der Gabel ĂĽber ein zweiteiliges selbst gebautes Aluteil an den Tauchrohren ankamen. Diese zwar sehr stabile Konstruktion, erwies sich als ungĂĽnstig.
Sie funktionierte zwar, aber der Federweg war eingeschränkt und es gab Probleme beim Montieren des Schutzbleches. So richtig gefiel mir auch die Optik nicht. Also ließ ich mir etwas neues einfallen (wobei ich mich dann wunderte das ich nicht direkt darauf kam, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...


Die erste Konstruktion mit den beiden Lenkstangen aus 12 mm VA-Rohr. Gut sichtbar ist der noch intakte vordere Lenkervorbau aus Stahl, der sich noch als sehr nĂĽtzlich erweisen sollte. Das ganze war aber irgendwie eine Fehlplanung, obwohl sie einwandfrei funktionierte!


Zweite verbesserte Version:


Viel besser, schöner und auch leichter ist es so, mit einer Stange links. Der vordere Teil besteht aus dem oben erwähnten Lenkervorbau, der entsprechend umgebaut wurde, so das ein Radeinschlag von 45° erreicht wird und   er beim treten nicht stört. Ausserdem kann ich das Rad jederzeit zu einem Obenlenker umbauen. Das ganze funktioniert prima.



Hier die Lenkstange versuchsweise mit Gelenkköpfen aus Kunststoff (Fa. igus, KARM-08) eigentlich nicht schlecht und sehr preiswert, aber ich traute der Sache nicht. Sie funktionierten zwar sehr gut aber ich hatte das Bedürfnis sie gegen Stahlversionen zu ersetzen. Ich weiss das sie im Fahrradbau eingesetzt werden (hier zu sehen) aber irgendwie hatte ich bei Kunststoff (Plastik?) kein gutes Gefühl. Ein "Sorry" an alle Kunststofftechniker!



Der Lenkkopf (Schwarz lackiert). Das ist ein Lenkervorbau aus Stahl (45°) den ich umgebaut habe (siehe oben). Die lange 6-Kant-Rohrmutter wurde zusätzlich noch hart verlötet damit sie sich nicht löst. An der Schraube hängt schon der neue Gelenkkopf von SKF für die Lenkstange.



Und fertig eingebaut. Den grossen sichtbaren Hohlraum im Steuerkopf wollte ich eigentlich noch irgendwie schliessen. Aber es kam anders...



Die Lenkerachse ist aus einem Gabelschaft gemacht. Gabelschäfte gibt es auch einzeln z.B. von RST (Ca. 8 €) Infos gibt es hier: http://www.paul-lange.de/.  Dieser ist aus einer Gabel rausgeschnitten und wurde unten etwas nachgearbeitet (Anschlag).



Der eingebaute Lenkerschaft. Der müsste eigentlich rausrutschen, aber das Fett in den Lagern hält ihn fest.



So jetzt brauchen wir noch am Lenker eine Befestigung für die Lenkstange. Da man am Lenker nicht einfach löten oder schweissen kann, habe ich aus einem Stück Alu das obige Teil "geschnitzt" und mit 2 Gewinden versehen. Dann brauchte ich nur noch den Alu-Vorbau zu durchbohren und das ganze zu montieren. Sieht irgendwie primitiv aus, klappt aber super.



Und fertig ist die Lenkung.

Dritte verbesserte Version:

Im März 2010 baute ich den Teil an der Federgabel um....

Foto_013
In die Gabel wurde, wo vorher die Kunstoffstellschraube war, ein Teil aus Stahl eingeschraubt (Mit Feingewinde, Dreherarbeit) an diesem wurde die Lenkstange befestigt. Die Vorspannung der Feder wird jetzt durch die Länge der M8er Schraube bestimmt. Dadurch konnte ich den ganzen oberen Umlenkkopf einsparen und den Gabelschaft entsprechend kürzen. Das ganze sieht auch eleganter aus und funtioniert bestens. Leider ist dieses Teil, da aus VA gefertigt, ziemlich schwer (200 gr) und wird wahrscheinlich bei Gelegenheit überarbeitet (Sollte man aus Alu machen).

Foto_01802
Einfach schön....


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